Mit der Kalaschnikow in den Reichstag

Werner S., Anführer der mutmaßlich rechtsextremen Terrorzelle „Gruppe S.“, versuchte vor seiner Festnahme im Februar 2020 an Kriegswaffen für einen Anschlag im Reichstag zu kommen

Aus Ermittlungsakten, die dem ZDF-Magazin Frontal 21 und den „Stuttgarter Nachrichten“ vorliegen, geht hervor, dass Werner S. plante, ein Kalaschnikow-Sturmgewehr mit 2.000 Schuss Munition, eine Maschinenpistole der israelischen Marke Uzi sowie Handgranaten zu erwerben. Der Deal sollte über rechtsextrem gesinnte Waffenhändler wie André Mike B. laufen, den Werner S. aus der selbsternannten Bürgerwehr „Soldiers of Odin“ kannte. Die mutmaßlichen Rechtsterroristen verfügten bereits über 27 erlaubnispflichtige Waffen, vor allem Pistolen der russischen Hersteller Makarov und Tokarev.

Bewaffnung für einen Terroranschlag

Der Präsident des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, Ralf Michelfelder, bestätigte gegenüber Frontal 21 und den „Stuttgarter Nachrichten“ den geplanten Waffenkauf:

In der Tat haben die Tatverdächtigen sich Waffen besorgen wollen oder auch besorgt, um für diesen Terroranschlag vorbereitet zu sein.

Ralf Michelfelder, Präsident des LKA Baden-Württemberg

In einer Chatgruppe schrieb Werner S., man wolle mit dem „richtigen Training und einem exzellenten, ausgereiften Konzept“ auf einen Schlag alle Politiker im Reichstag „ausschalten“. Dafür plane er den Aufbau einer „etwa über 1.000 Mann“ starken Miliz, mit der er dem „ganzen Spuk (…) ganz zügig ein Ende bereiten“ wolle.

Quelle: ZDF

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