Keine Konsequenzen für verurteilten Pastor

Von Edgar Behrendt Nach dem Fund von #Kinderpornos bei einem ostfriesischen #Pastor haben die Verantwortlichen seiner #Kirchengemeinde ihm das #Vertrauen ausgesprochen. Eine Auswirkung auf seine Arbeit hat das #Urteil nicht.

Leer – „Es tut mir leid, dass es dazu gekommen ist und ich meine Familie und die Mitglieder in meiner Kirchengemeinde damit belastet habe. Das war grundfalsch. Ich verabscheue das.“ Mit diesem Schlusswort am Amtsgericht in Leer räumte ein Pastor aus Ostfriesland am Montag ein, vier Dateien mit kinder- und jugendpornografischem Inhalt besessen und eine davon sogar in einem Chatroom im Internet hochgeladen zu haben.

Die Polizei hatte im vergangenen Frühjahr das Haus des Mannes durchsucht. Ermittler hatten seine „IP-Adresse“ zurückverfolgt und entdeckten unter anderem einen Datenstick, auf dem sich gelöschte Videodateien mit Kindern und Jugendlichen befanden, die sich wiederherstellen ließen. Er habe ein Beichtgespräch mit einem anderen Pastor geführt, „das sehr befreiend war“, erklärte der Angeklagte vor Gericht. „Der Reiz ist nicht mehr da“, sagte der Mann. Er habe auch das Gespräch mit seiner Frau gesucht.

Keine Auswirkung auf seine Arbeit

Der Pastor gab an, lediglich auf einer einzigen Seite im Netz gewesen zu sein. Er habe verstehen wollen, „warum Menschen solche Bilder im Internet tauschen“ – und daher auch mit ihnen online kommuniziert. Daran, dass er selbst eine Kinderporno-Datei in einen Chatroom hochgeladen hatte, will er sich nicht konkret erinnern können – ebenso wenig an die Dateien, die er auf den Stick heruntergeladen hatte. „Aber offensichtlich habe ich das getan“, räumte der Mann ein.

Eine Auswirkung auf seine Arbeit hat das Urteil nicht. Auf Nachfrage der Richterin sagte der Pastor, dass er die Verantwortlichen der Kirche informiert habe. Für ihn habe sich die Frage gestellt, ob er seinen Dienst weiter versehen könne. Er arbeite auch mit jungen Menschen. Ein Sprecher der Gemeinde betonte, „dass wir einen sehr guten Pastor haben“. „Er hat sich uns geöffnet und wir haben mehrfach darüber gesprochen“, sagte er. Es handele sich um eine „einmalige Sache“. Man habe vollstes Vertrauen in den Geistlichen.

Quelle: OZ

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