FRANKFURT SKANDAL, ERFURT EGAL?

Es passiert etwas seltsames in Deutschland. Seltsam, aber auch beunruhigend, da hier konservative Parteien und rechtsextreme Kräfte die gleichen Vorfälle aus unterschiedlicher Motivation heraus instrumentalisieren, was zu einer gegenseitigen Verstärkung führt. Und da es in den großen Medien nicht wirklich hinterfragt wird, die gerne die Narrative von Polizei und CDU übernehmen, könnte es genau so gut wahr sein für die Öffentlichkeit. 

Das ist gefährlich. Und ich möchte einen Vorfall in Erfurt zur Gegenüberstellung herausholen. Eben weil du, liebe*r Leser*in wahrscheinlich davon nicht einmal gehört hast. Weil mir unterstellt wird, dass das nicht selbstverständlich ist, hier der Disclaimer:

Wir beim Volksverpetzer verurteilen Gewalt, selbstverständlich auch gegen Polizeibeamt*innen, die täglich für unsere Sicherheit sorgen. Jede*r Verletzte ist eine*r zu viel. Ich persönlich halte die deutsche Polizei für eine wichtige Institution. Ich habe ein paar Freunde bei der Polizei, die ich auch sehr schätze. Und ich wünsche niemandem etwas Schlechtes. Auch verurteile ich selbstverständlich die Randalen wie in Stuttgart oder Frankfurt, alle Sachbeschädigungen, Plünderungen und Verletzungen. Wer denn nicht? Straftaten sind Straftaten.

volksverpetzer

Aber hier geht es darum, was mit diesen Vorfällen medial gemacht wird, warum und wer davon was erreichen will. Seinerzeit habe ich zu Stuttgart bereits eine Einordnung geschrieben, und ich werde einige Argument hier wiederholen, wer aber noch einmal über den konkreten Fall nachlesen will, kann hier vorbeischauen:

volksverpetzer

NAZIS BEING NAZIS

Dass Rechtsextreme jetzt Stuttgart oder Frankfurt aufzählen, als seien dort Terroranschläge verübt worden, sollte keinen verwundern. Bei aller Verurteilung der Geschehnisse: Es handelt sich um Randalen von Jugendlichen, um Prellungen und Schürfwunden, wie der Frankfurter Polizeipräsident erklärt. In Stuttgart gab es ein mutmaßlich versuchtes Tötungsdelikt gegen einen Studenten. Psychologen erklären, es handelt sich um das Produkt von Unruhen im Rahmen der Corona-Pandemie, gepaart mit Alkohol, Gruppenzwang und toxischer Männlichkeit (Quelle).

Klar ist das ein Problem und wir müssen darüber sprechen, wie wir das lösen können. Aber rassistische Scheindebatten werden dabei nicht helfen. Ja klar, „Migrationshintergrund“, „Stammbaumforschung“ sind Einwürfe, die versuchen, das Problem zu einem Problem mit Migration zu machen. Aber wow,

Den ganzen sehr lesenswerten Artikel auf volksverpetzer lesen !!!

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